Soziales Miteinander in Chören entsteht sehr viel mehr durch die gemeinsame, kreative Aktivität als nur durch „Socialising“ allein. Daher ist jede regelmäßige, sinnvolle Interaktion, die sich mit den musikalischen oder choreografischen Inhalten befasst, bereits der entscheidende Schritt in die richtige Richtung. Natürlich kann man hin und wieder einen „Klönschnack mit Sekt und Selters“ per Zoom einberufen, um im Gespräch und im Kontakt zu bleiben. Darüber hinaus gibt es, neben der regelmäßigen Probenarbeit, aber noch andere sinnvolle Dinge, die wir tun können.

Jeden mal anrufen

Es ist eine einfache Sache, die euch einen guten Einblick und Überblick über die individuellen Situationen der Mitglieder gibt. Die Pandemie trifft jeden anders. Der eine hat jetzt viel zu viel Zeit, der ander viel zu wenig. Eine darf nicht arbeiten, die andere macht Überstunden. Mancher ist einsam, manch anderer wünscht sich nichts sehnlicher, als endlich mal wieder allein zu sein. 

Ruft jeden mal an und fragt, wie es geht und was ihnen Freude machen würde – den Chor betreffend. Es eilt ja nicht – ihr könnt euch die Sänger aufteilen und nach und nach anrufen und auf privater Ebene sprechen. In Zoom-Konferenzen ist das so ja nicht immer möglich und ihr erfahrt vielleicht, warum Thomas „abgetaucht“ ist und Inge sich nicht mehr meldet. Und ihr tut, was momentan am wichtigsten ist: Kontakt aufnehmen und halten.

Lernpaare bilden

Die besten sozialen Interaktionen entstehen immer noch, wenn man gemeinsam was Sinnstiftendes tut! Über unser gemeinsames Interesse ist das ja jederzeit möglich. Wenn ich in meinem Chor momentan eine Hausaufgabe gebe, dann tu ich das häufig mit der Aufforderung, die Ergebnisse (Ton-Aufnahmen, Video-Aufnahmen) mit dem Lernpartner zu teilen und sich gegenseitig zu coachen. Später im Verlauf erst werden die Ergebnisse dann bei mir eingereicht. Das erspart mir eine Menge Arbeit, macht den SängerInnen viel Spaß und ist auch in pädagogischer Hinsicht ausgesprochen sinnvoll!

Fanpost versenden (Tipp von Trallafitti aus Dortmund)

Diese Idee stammt von meinem Chor Trallafitti. Ich hatte zu Weihnachten von jeder Sängerin eine persönliche Postkarte oder einen Brief im Kasten, auf dem groß „Fanpost“ stand. Jede hat mir geschrieben, was sie an mir so wertschätzt. Ihr könnt euch vorstellen, wie schön es war, das zu lesen. Auch eurer Chorleiter wird sich in diesen harten Zeiten sehr darüber freuen! Oder ihr schreibt vom Vorstand aus einfach mal so Fanpost an eure Mitglieder! Je persönlicher sie ist, je besser ihr formulieren könnt, was euch an der betreffenden Person begeistert und welche ihrer Eigenschaften euch gerade besonders fehlt, desto mehr Freude wird sie bereiten. 

 

Wunderschöne Grußkarten versenden | von Papier-Virtuos, Annett Reischert-Bruckmann

Annett Reischert-Bruckmann stellt von Hand wunderschöne und ungewöhnliche Grußkarten her. Sie hat extra für Chöre eine Karte entwickelt, es gibt auf ihrer Internetseite noch viele, andere und ausgefallene (Zieh-)Karten zu bestaunen und zu erwerben! Übrigens gibt es auf der Rückseite vieler Karten ein kleines Kuvert, in das man stilvoll Geldgeschenke platzieren kann.

Hier geht es zur Internetseite: papier-virtuos

Bestellen kann man die Karten einfach per Mail direkt bei Annett: info@papier-virtuos.de